Behalten bei Bauarbeiten für den Campus Bielefeld den Überblick (von links): Diplom-Geophysiker Oliver Kohlsch, Ulrich Thebille, Diplom-Ingenieur beim Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW Niederlassung Bielefeld, und BLB-Pressesprecher Carsten Pilz.
Foto: djd/Bielefeld Marketing
djd/pt). Wer heute neu baut, nutzt nach Möglichkeit umweltfreundliche und energiesparende Technologien, beispielsweise zum Heizen mit Erdwärme. Was fürs private Eigenheim sinnvoll ist, bewirkt ökologische Vorteile in noch viel größeren Dimensionen, wenn eine komplette Hochschule ihr neues Domizil erhält. Der Campus Bielefeld, in den bis 2025 rund eine Milliarde Euro investiert wird, soll nicht nur modernste Lernbedingungen bieten, sondern auch bei der Energieeffizienz Maßstäbe setzen. Derzeit entsteht auf dem Gelände des Wissenschaftszentrums eine der größten Geothermieanlagen Deutschlands.
"Wenn man den gesamten Campus betrachtet, ist dies deutschlandweit vermutlich eine der drei größten Anlagen. Europaweit liegen wir unter den ersten zehn", sagt Diplom-Geophysiker Oliver Kohlsch. Mit einer Gesamtleistung von 700 Kilowatt - das entspricht der benötigten Heizleistung von etwa 115 Einfamilienhäusern - wird die Anlage gleich drei Neubauten des Campus umweltfreundlich nach Bedarf heizen oder kühlen. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) als Bauherr verspricht sich davon nicht nur eine Vermeidung von rund 235 Tonnen Kohlendioxid jährlich, sondern auch eine Einsparung bei den Betriebskosten von bis zu 50 Prozent. Schon 2012 sollen die ersten Gebäude fertiggestellt werden, bis Herbst 2013 soll die Fachhochschule folgen. Unter www.bielefeld-bewegt.de gibt es alle Details.
Barrierefreiheit und ein gutes Wohnklima sind wichtig
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