"Öko-Test" bescheinigt Steildachdämmung aus PUR-Hartschaum die besten Wärmedurch
Foto: djd/puren
Hartschaumplatten machen das Dach dicht: Die Aufbaustärke von puren plus beeindruckte die Prüfer von "Öko-Test".
(djd). Im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen verlangt die neue Energieeinsparverordnung (EnEV), dass auch im Altbau bestimmte Mindestwerte bei der Wärmedämmung erreicht werden. Für Modernisierer bedeutet das: Sie können nicht einfach dämmen, wie sie wollen, sondern müssen etwa beim Bauteil Dach einen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) von 0,24 W/(m2K) erreichen. Wie dick die dafür notwendige Dämmschicht ausfällt, hängt allein vom verwendeten Material und dessen Wärmedurchgangswert ab.
Gerade im Altbau lassen sich aber nicht so einfach beliebig dicke Dämmschichten anbringen. Zwischen den Dachsparren ist dafür oft nicht genügend Platz, und bei einer Dämmung unter den Sparren verkleinert sich der nutzbare Dachraum. Auch bei der dämmtechnisch optimalen Lösung in Form einer Aufsparrendämmung sollen sich die Proportionen des Hauses aber nicht mehr als unbedingt erforderlich verändern.
Wärmedurchgangswert entscheidend für die Dämmstärke
Sehr gute Wärmedurchgangswerte bei geringer Schichtstärke erreichen beispielsweise PUR-Hartschaumplatten. Unangefochtener Spitzenreiter in einer Untersuchung von "Öko-Test" (Heft 10/2009) war in dieser Kategorie puren plus des Herstellers Puren. Das Material erreichte bereits bei einer Stärke von 13,5 Zentimetern den im Test geforderten U-Wert von 0,20. Alle anderen Materialien benötigten dafür eine Mindestdicke von 20 bis zu 25 Zentimetern. Verantwortlich dafür ist der Lambda-Wert für die Wärmeleitfähigkeit des Dämmstoffs, bei dem der PUR-Schaum mit weitem Abstand am besten abschnitt. Auch in der Gesamtwertung wurde die Note "gut" erreicht.
Bei einer bereits vorhandenen Zwischensparrendämmung etwa lässt sich der Dämmwert der Konstruktion ohne weiteres um das Doppelte verbessern. Von Vorteil in der Altbaurenovierung ist auch das geringe Gewicht, das dem Dach keine zusätzliche Gewichtsbelastung zumutet und daher keine Verstärkungen der Dachkonstruktion erfordert.
Fachmännisch dämmen ohne Wärmebrücken
Eine fachlich korrekte Dachsanierung beginnt laut "Öko-Test" bereits mit der Planung durch einen Profi. Doch auch die Durchführung sollte unbedingt in fachmännische Hände gelegt werden. Neben dem lückenlosen Einbau der Dämmstoffe sind vor allem absolut dichte Anschlüsse der Dampfbremse bzw. Luftdichtheitsschicht unerlässlich. Denn sowohl Wärmebrücken als auch mangelhafte Luftdichtigkeit können einen Teil der Wirkung wieder zunichte machen.
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